{"id":3212,"date":"2020-03-24T16:30:41","date_gmt":"2020-03-24T14:30:41","guid":{"rendered":"https:\/\/jok-dive.lima-city.de\/?p=3212"},"modified":"2020-03-24T16:30:41","modified_gmt":"2020-03-24T14:30:41","slug":"pfannkuchen-24-03","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jok-dive.lima-city.de\/?p=3212","title":{"rendered":"Pfannkuchen 24.03."},"content":{"rendered":"\n<p>Aufgrund meines gestrigen Beitrages haben sich\neinige Freunde gemeldet, die uns finanziell helfen wollten. Danke, das ist\nnicht n\u00f6tig. Wir haben selbst noch genug. Der Vermieter ist bezahlt, in bar. Es\ntut gut, zu h\u00f6ren, dass daheim Menschen Anteil nehmen, obwohl es euch doch selbst\nnicht gut geht. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser Problem ist die extrem rigide\nAusgangssperre. Wer diese bricht, dem drohen lange Haftstrafen, man spricht von\nbis zu 15 Jahren. Gestern war unser Vermieter da, um sein Geld zu holen. Er\nmeinte, mit dem Auto kommen wir nicht so schnell nach Buenos Aires. Er sagte\nuns, jede Provinz ist mit Polizeisperren abgeriegelt. Beim \u00dcbertreten der\nProvinzgrenzen ist mindestens ein Coronatest f\u00e4llig, das hei\u00dft dann folglich\nauch Warten auf das Ergebnis. In Deutschland rechnet man mit rund 48 Stunden\npro Test, optimistisch gesch\u00e4tzt und falls ein Labor in der N\u00e4he ist. Das\nd\u00fcrfte auf die hiesigen Verh\u00e4ltnisse kaum \u00fcbertragbar sein. Auf dem Weg w\u00e4ren\nfolgende Provinzen zu durchqueren: Misiones, Corriente, Entre Rios, Buenos\nAires und die autonome Stadt Buenos Aires. Also mindestens viermal. Derweil ist\nder Flieger sicher weg. Unsere einzige Chance ist ein Flug in die Hauptstadt. Dort\nstapeln sich bereits obdachlose Gestrandete, die keine Bleibe finden. Auf der Facebook-Seite\n\u201eDeutsche in Argentinien\u201c stehen einige Beitr\u00e4ge zum Thema.<\/p>\n\n\n\n<p>Gestern kamen zwei weitere Tiefschl\u00e4ge: Die\nStadtverwaltung hat die Laden\u00f6ffnungszeiten in Iguazu f\u00fcr die n\u00e4chsten 120 Tage\nnoch weiter eingeschr\u00e4nkt. Grund: Corona und Dengue. Offenbar gibt es\ntats\u00e4chlich ein gr\u00f6\u00dferes Problem mit Dengue. Coronaf\u00e4lle sind in der gesamten\nProvinz Misiones bisher nicht aufgetreten. Aber Dengue ist auch kein Spa\u00df, eher\nschlimmer als Covid-19. <br>\nAu\u00dferdem haben wir erfahren, dass Daniel, ein Mitbewohner aus\ndem Hostel mit dem letzten Flugzeug \u00fcber Brasilien rausgekommen und daheim in\nAmsterdam ist. Er hat uns erst Bescheid gesagt, nachdem wir ihn in Sorge\nangeschrieben haben. Andrea hatte einen Zusammenbruch. Scheinbar sind wir die\nletzten, die es nicht mehr raus geschafft haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Internet haben wir die Tagesthemen angesehen.\nDie Politik stellt viel Geld bereit, um die Wirtschaft zu unterst\u00fctzen. Selbstverst\u00e4ndlich\ng\u00f6nne ich das jedem betroffenen Unternehmer, besonders den kleinen. Von uns\nGestrandeten aber ist nicht die Rede. Sind wir selbsts\u00fcchtig? Wir f\u00fchlen uns\nvergessen und verlassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer hat schon mal Pfannkuchenteig mit einer\nGabel anger\u00fchrt? Ich rate euch ab. Mindestens ein Schneebesen ist zu empfehlen.\nIch habe gestern mit der Gabel fast eine Stunde gebraucht. Da wir auch keine\nSch\u00fcssel haben, musste der verbeulte Aluminiumtopf herhalten. Leider schmeckte\nder Teig dann auch nach Alu, denn ich habe wahrscheinlich erhebliche Mengen des\ngiftigen Metalls beim R\u00fchren vom Boden weggekratzt. Aber was hilfts, wenn die Tochter\nsich doch Pfannkuchen w\u00fcnscht? Beim Braten ist dann auch noch das Gas ausgegangen.\nHeute muss ich sehen, wo ich eine neue Gasflasche bekomme. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund meines gestrigen Beitrages haben sich einige Freunde gemeldet, die uns finanziell helfen wollten. Danke, das ist nicht n\u00f6tig. Wir haben selbst noch genug. Der Vermieter ist bezahlt, in bar. Es tut gut, zu h\u00f6ren, dass daheim Menschen Anteil nehmen, obwohl es euch doch selbst nicht gut geht. 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